18. November 2025

Infektanfälligkeit bei Eltern von Kita-Kindern

Inhalts-Übersicht

Der Start in die Kita ist für viele Familien eine Zeit, in der Infekte scheinbar im Dauertakt auftreten. Während Kinder dabei wichtige immunologische Lernprozesse durchlaufen, stoßen Eltern oft an ihre Belastungsgrenzen. Hohe Erregerexposition, Stress, Schlafmangel und individuelle physiologische Faktoren erhöhen die Infektanfälligkeit bei Eltern von Kita‑Kindern deutlich. Genau hier setzt die personalisierte Ernährungsphysiologie an – ein Ansatz, der wissenschaftlich fundiert und individuell wirksam ist.

Wie viele Infekte sind bei Kita-Kindern normal?

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) beschreibt, dass häufige Infekte im frühen Kindesalter völlig normal sind. Kinder können 8–12 Infekte pro Jahr haben, ohne dass dies ein Hinweis auf eine Erkrankung des Immunsystems ist [1].

Aktuelle Daten der LöwenKIDS‑Studie der Universitätsmedizin Halle zeigen zudem, dass Kinder in den ersten beiden Lebensjahren durchschnittlich 13 respiratorische Infektionen durchmachen. Bei 80 % der Kinder lag die Spannbreite zwischen 7 und 20 Infektionen, was ebenfalls als normal gilt [2].

Diese Infekte sind Teil des natürlichen Reifungsprozesses des Immunsystems. Kita‑Kinder kommen täglich mit vielen Erregern in Kontakt – über Spielzeug, engen Körperkontakt und gemeinsame Mahlzeiten. Für Eltern bedeutet das: Sie sind zwangsläufig „mit im Boot“.

Warnzeichen für ein geschwächtes Immunsystem

Zu den wichtigsten Hinweisen auf eine mögliche Schwäche des Immunsystems gehören:

  • ungewöhnlich schwere oder langanhaltende Infekte
  • häufige bakterielle Infektionen, die wiederholt Antibiotika erfordern
  • schlechte Erholung zwischen Infekten oder Infekte, die nicht vollständig abklingen
  • Infekte, die immer wieder an derselben Stelle auftreten (z.  wiederkehrende Mittelohrentzündungen, wiederholte Sinusitiden)
  • Neigung zu Komplikationen, etwa wenn ein einfacher Schnupfen regelmäßig in eine Nasennebenhöhlenentzündung übergeht oder Husten immer wieder in eine schwere Bronchitis oder sogar Lungenentzündung mündet
  • häufige Herpes‑Infektionen, hartnäckige Pilzinfektionen (z.  Mundsoor, Hautpilz) oder Abszesse, die auf eine geschwächte Abwehr hinweisen können
  • Infektionen durch eigentlich harmlose Erreger, die bei gesunden Menschen kaum Beschwerden verursachen
  • Gedeihstörungen, unzureichende Gewichtszunahme oder Wachstumsbeeinträchtigungen (bei Kindern)

Diese Warnzeichen deuten darauf hin, dass das Immunsystem möglicherweise nicht ausreichend leistungsfähig ist. Sie sollten grundsätzlich medizinisch abgeklärt werden, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen und gezielt nach beeinflussbaren Faktoren wie Mikronährstoffmängeln, Störungen des Mikrobioms oder chronischem Stress zu suchen.

Für Eltern gelten ähnliche Kriterien: Wenn Infekte ungewöhnlich schwer verlaufen, sich kaum auskurieren lassen oder immer wieder in kurzen Abständen auftreten, lohnt sich eine medizinische Abklärung, insbesondere mit Blick auf Nährstoffstatus, Darmgesundheit, hormonelle Stressachsen und andere physiologische Belastungsfaktoren.

Warum Eltern von Kita‑Kindern besonders infektanfällig sind

Eltern sind einer doppelten Belastung ausgesetzt:

  • Hohe Erregerexposition durch engen Kontakt
  • Schlafmangel
  • Stress durch Beruf und Familienorganisation
  • Unregelmäßige Mahlzeiten
  • Verminderte Regeneration

Diese Faktoren schwächen nachweislich die Immunfunktion und erhöhen die Infektanfälligkeit.

Immunsystem stärken durch Ernährung: Die wichtigsten Nährstoffe

Eine optimale Immunfunktion hängt stark von der Versorgung mit essenziellen Nährstoffen ab. Besonders relevant sind [3, 4, 5]:

  • Vitamin D
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Vitamin A
  • Zink
  • Selen
  • Eisen
  • Omega‑3‑Fettsäuren
  • Polyphenole und sekundäre Pflanzenstoffe

Diese Nährstoffe unterstützen die:

  • Schleimhautbarriere
  • Aktivität von Immunzellen
  • Regulation entzündlicher Prozesse
  • Regeneration nach Infekten

Doch: Nicht jeder Mensch profitiert im gleichen Maße von denselben Empfehlungen.

Warum personalisierte Ernährung Infektanfälligkeit reduzieren kann

Die Infektanfälligkeit wird durch individuelle physiologische Faktoren beeinflusst:

  • Mikronährstoffstatus
  • Darmmikrobiom
  • Entzündungsmarker
  • hormonelle Stressachsen
  • Schlafqualität
  • u.v.m.

Eine personalisierte Ernährungsphysiologie berücksichtigt diese Parameter und ermöglicht gezielte Interventionen, die wirklich wirken. Dazu gehören:

  • individuelle Ernährungsstrategien
  • gezielte Mikronährstoffoptimierung
  • Unterstützung des Mikrobioms
  • Ernährungsansätze zur Stressreduktion
  • Strategien zur Stabilisierung des Energiehaushalts

So wird Ernährung zu einem präventiven Werkzeug, das Eltern hilft, widerstandsfähiger durch die Kita‑Zeit zu kommen.

Fazit: Prävention beginnt im Alltag und sie ist individuell

Die Kita‑Zeit ist eine Herausforderung für das Immunsystem der ganzen Familie. Während häufige Infekte bei Kindern normal sind, können Eltern durch gezielte, personalisierte Ernährungsstrategien ihre Resilienz deutlich verbessern. Ernährung ist dabei kein kurzfristiger „Booster“, sondern ein langfristiger, wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Stärkung des Immunsystems.

DEINKOST – Ihr Partner für personalisierte Ernährungsphysiologie

DEINKOST unterstützt Eltern dabei, ihre Gesundheit in dieser intensiven Lebensphase gezielt zu stärken. Mit fundierten Analysen, individuellen Ernährungskonzepten und einem ganzheitlichen Blick auf Stoffwechsel, Mikrobiom und Immunsystem entwickeln wir Strategien, die nachhaltig wirken.

Wenn Sie Ihre Infektanfälligkeit reduzieren und Ihre physiologische Resilienz stärken möchten, begleiten wir Sie gerne auf diesem Weg.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren kostenlosen Infotermin.

Einfach hier klicken!

Für eine vertiefte, wissenschaftliche Einordnung empfehlen wir Ihnen außerdem unseren aktuellen Wissenschaftscheck.

Zum Wissenschaftscheck

Quellen

[1] Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. (o. J.). Elterninfo Infekte.

[2] Universitätsmedizin Halle. (2022). LöwenKIDS‑Studie zeigt: Starke Unterschiede bei Häufigkeiten von Erkältungen und Infekten im Kindesalter.

[3] Arein, N. (2024). The Role of Micronutrients in Immune Function and Inflammation. Biochemistry & Physiology. 

[4] Wu, D., et al. (2019). Nutritional Modulation of Immune Function: Evidence, Mechanisms, and Clinical Relevance. Frontiers in Immunology. 

[5] Ahereza, P. (2024). The Impact of Diet and Nutrition on Immune Function. IDOSR Journal of Science and Technology.

Kategorien und Tags zu diesem Beitrag

Weitere Artikel