24. September 2025

Wissenschaftscheck: Personalisierte Prävention durch Ernährung

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Herzlich Willkommen zu unserem neuen Format, dem „Wissenschaftscheck“. Hier präsentieren wir Ihnen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu verschiedenen Gesundheitsthemen und stellen diese verständlich für Sie dar. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden über die neuesten Studien und Forschungsergebnisse!

Unser Motto lautet: „Wir liefern das Wissen, Sie schaffen die Veränderung!“   

Warum Prävention neu gedacht werden muss

Die zunehmende Verbreitung chronischer Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verschiedene Krebsformen sowie neurodegenerative Erkrankungen stellt eine zentrale Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Aktuelle epidemiologische Daten belegen, dass diese Krankheitsbilder weltweit auf dem Vormarsch sind – bedingt durch eine Vielzahl ungünstiger Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, chronischer Stress und insbesondere eine nicht bedarfsgerechte, häufig stark verarbeitete Ernährung. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit wirksamer, individueller Präventionsstrategien, die über pauschale Empfehlungen hinausgehen und den komplexen Ursachen dieser Erkrankungen gerecht werden [1].

Grenzen pauschaler Empfehlungen

Konventionelle Präventionsstrategien basieren häufig auf allgemeinen Empfehlungen („one size fits all“), etwa „5 Portionen Obst und Gemüse täglich“ oder „Vermeidung von Zucker und Fett“. Diese Ansätze ignorieren jedoch die hohe interindividuelle Variabilität biologischer Merkmale. Das individuelle Risiko für komplexe Erkrankungen ergibt sich aus einem Zusammenspiel genetischer, epigenetischer, mikrobieller und umweltbedingter Faktoren, die bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind [2].

Während die kurative Medizin zunehmend auf personalisierte Ansätze setzt, hinkt die Prävention diesem Fortschritt hinterher. Dabei zeigen aktuelle Studien, dass eine individualisierte Risikobewertung und maßgeschneiderte Interventionen deutlich wirksamer sein können als pauschale Empfehlungen [3].

Komponenten personalisierter Prävention

Personalisierte Prävention ist ein interdisziplinäres Konzept, das auf der Integration vielfältiger individueller Gesundheitsdaten basiert. Dazu zählen:

  • Soziodemografische Merkmale (Alter, Geschlecht, Bildung, sozioökonomischer Status)
  • Klinische Parameter (z.B. Laborwerte, Vorerkrankungen, Vitaldaten)
  • Körperdaten (Gewicht, BMI, Körperzusammensetzung)
  • Lebensstilfaktoren (Ernährungsmuster, Bewegung, Schlaf, Stress)
  • Biomarker (z.B. Entzündungswerte, Blutzucker)
  • Mikrobiologische Daten (Mikrobiom, Verdauungsfunktion)
  • Gen-Umwelt-Interaktionen

Diese Komponenten ermöglichen eine präzise Stratifizierung individueller Krankheitsrisiken und bilden die Grundlage für maßgeschneiderte Präventionsstrategien [3].

Fokus auf Präventionspotenzial

Personalisierte Prävention setzt frühzeitig an – bevor Symptome auftreten. Durch die Analyse individueller Risikofaktoren können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, die Krankheiten verhindern, statt sie später zu behandeln. Das steigert nicht nur die Wirksamkeit, sondern fördert auch das Gesundheitsbewusstsein und die Eigenverantwortung. Die Forschung zeigt: Hochrisikopersonen lassen sich früh identifizieren und profitieren besonders von maßgeschneiderten Empfehlungen [3].

Wissenschaftlich belegt: Personalisierte Ernährung wirkt

Die europäische Food4Me-Studie mit über 1.200 Teilnehmenden belegt: Individuelle Ernährungsberatung führt zu nachhaltigeren Verhaltensänderungen als allgemeine Empfehlungen [4]. Auch andere Studien zeigen, dass Menschen unterschiedlich auf Lebensmittel reagieren (etwa beim Blutzuckeranstieg) und dass personalisierte Ernährung diese Reaktionen gezielt verbessern kann [5].

Herausforderungen und Chancen

Die Umsetzung personalisierter Prävention ist komplex. Sie erfordert moderne Diagnostik, digitale Technologien und interdisziplinäre Expertise. Datenschutz, ethische Fragen und der Zugang für alle sind zentrale Themen. Doch die Chancen überwiegen: Eine vorausschauende, datenbasierte Gesundheitsversorgung kann die Krankheitslast langfristig senken und die Lebensqualität deutlich verbessern [3].

Die Lösung: DEINKOST

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Mit dem DEINKOST-Quo erhalten Sie eine umfassende Analyse Ihres aktuellen Gesundheitszustands. Darauf aufbauend entwickeln wir Ihren DEINKOST-Präventionsfallschirm: ein maßgeschneiderter Maßnahmenplan, der Sie dabei unterstützt, Ihre Gesundheit gezielt zu stärken und chronischen Erkrankungen vorzubeugen.

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Quellen

[1] Semmler, G., & Datz, C. (2022). Personalisierte Ernährung als Zukunftsmodell. Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen, 20, 97–102. https://doi.org/10.1007/s41971-022-00136-x

[2] Ordovas, J. M., Ferguson, L. R., Tai, E. S., & Mathers, J. C. (2018). Personalised nutrition and health. BMJ, 361, k2173.

[3] Jaskulski S, Nuszbaum C, Michels KB. (2023). Components, prospects and challenges of personalized prevention. Front Public Health. 11:1075076. 

[4] Celis-Morales C, Livingstone KM, Marsaux CFM, Macready AL, Fallaize R, O’Donovan CB et al. (2017). Effect of personalized nutrition on health-related behaviour change: evidence from the Food4Me European randomized controlled trial. Int J Epidemiol. 2017 Apr 1;46(2):578-588. 

[5] Zeevi D, Korem T, Zmora N, Israeli D, Rothschild D, Weinberger A, et al. (2015). Personalized Nutrition by Prediction of Glycemic Responses. Cell. 63(5):1079-1094.  

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